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Studien

Berlin, 22. November 2019 | Gemeinsamer Bundesausschuss

Systemische Therapie für Erwachsene als weiteres Richtlinienverfahren aufgenommen

 

Für die psychotherapeutische Behandlung von Erwachsenen steht zukünftig auch die Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Verfügung. 

Systemische Therapie als neue Leistung der GKV

Die Systemische Therapie ist ein Psychotherapieverfahren, das den sozialen Beziehungen innerhalb einer Familie oder Gruppe eine besondere Relevanz für die Entstehung einer psychischen Erkrankung beimisst. Die Therapie fokussiert entsprechend nicht auf die einzelne Person, sondern auf die Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familie und der weiteren sozialen Umwelt. Unter anderem wird versucht, symptomfördernde Beziehungen zu verändern beziehungsweise ihnen eine funktionalere Selbstorganisation der Patientin oder des Patienten entgegenzusetzen. weiter...

 

Beschlussdatum: 22.11.2019
Inkrafttreten: 24.01.2020
Beschluss veröffentlicht: BAnz AT 23.01.2020 B4


Veröffentlichungen 2016 | Wolfgang Kallus, Janin Schröder, Christa Kolodej | Konrad Gruppe

Strukturaufstellungen für Konflikte, Mobbing und Mediation: Vom sichtbaren Unsichtbaren

Auch im Bereich Organisationsberatung und Konfliktmanagement liegen inzwischen evaluierte Studien zur Wirksamkeit der Systemischen Aufstellung vor. In der konkreten Vorgehensweise des lösungsfokusierten Konfliktmanagements sowie der der systemischen Strukturaufstellung, zeigen sich Synergien auf, die sich in der Mediation und im Konfliktmanagement besonders bewährt haben.

 

Christa Kolodej: Strukturaufstellungen für Konflikte, Mobbing und Mediation: Vom sichtbaren Unsichtbaren. Springer Verlag, Berlin. ISBN 3-658-11427-4.

 

Wolfgang Kallus, Janin Schröder, Christa Kolodej, Konrad Gruppe: Evaluation systemischer Strukturaufstellungen im Organisationskontext. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO). Springer International Publishing AG. June 2016, Volume 47, Issue 1, pp. 61–71. ISSN 1618-7849.

 


Empirische Untersuchung 2014 | Dipl.-Psych., Dipl.-Inform. Benny J. Gutmark

Systemische Aufstellungen im organisationalen Kontext - Wirksamkeit von Organisationsaufstellungen 

Bei verschiedenen Vorher-Nachher- Vergleichen und Stabiltäsuntersuchungen nach 4 Monaten zeigten sich ähnlich gleichbleibende nachgewiesene Unterschiede in den Experimentalgruppe, die an einer Organisationsaufstellung teilnahm und der Kontrollgruppe.Während in der Experimentalgruppe sich das Befinden direkt nach der Aufstellung und nach 4 Monaten verbesserten, fanden keine Änderungen oder sogar Verschlechterungen in der Kontrollgruppe statt. Es wurden 9 unterschiedliche Bereiche Bewertet: Kollegialität, Bewertung der Arbeit, Arbeitsbelastung, Organisation, Berufliche Perspektiven, Entgelt, Handlungsraum, Berufliche Chancen für Frauen und die Einstellung zum Unternehmen.

Die Experimentalgruppe zeigte gemäß den Veränderungsnormen eine hochsignifikante „positive“ Veränderung in Richtung „Entspannung, Gelassenheit und Optimismus“. Diese Veränderung entspricht der mit der KASSL gemessenen Abnahme der Beschwerden. Bei der Kontrollgruppe ließen sich, wie zuvor bei den Ergebnissen der KASSL, keine statistisch signifikanten Veränderungen feststellen.  

Es handelt sich bei der Dissertation um eine genehmigte Dissertation am Fachbereich Psychologie der Technischen Universität Darmstadt, Februar 2014 | Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) Technische Universität Darmstadt Institut für Psychologie Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie 

 


Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Medizinische Psychologie, 2009 bis 2013 | Dr. Jan Weinhold, Dipl.-Psych

Wirksamkeit von Systemaufstellungen: Explorative Ergebnisse der Heidelberger RCT-Studie

Eine von der Deutschen Interdisziplinäre Sonderforschungsbereich zur Untersuchung der  „Wirksamkeit und Ritualdynamik von Systemaufstellungen“ (siehe: Schweitzer, J., Bornhäuser, A., Hunger, C., Weinhold, J.: Bericht über ein laufendes Forschungsprojekt. Praxis der Systemaufstellung 2012 (1): Seiten: 66–69) unterstützte empirische Studie (208 Teilnehmer; mit Experimentalgruppe und Kontrollgruppe) zur Wirksamkeit von Aufstellungen durchgeführt:

 

"...Teilnehmer von dreitägigen Aufstellungsseminaren im Vergleich zur Wartekontrollgruppe profitieren. Dies drückt sich in einer verbesserten psychischen Befindlichkeit und geringeren Belastung, einer verminderten Inkongruenz, einem höheren Grad der Erreichung subjektiver Ziele sowie einem verbesserten Systemerleben aus. ... Bei den Teilnehmern der Wartekontrollgruppe gab es im Zeitverlauf keine Veränderungen.  Interessant ist, dass positive Veränderungen nicht nur für aktive Teilnehmer zutreffen, die ein eigenes Anliegen aufstellen, sondern auch für die teilnehmenden Beobachter ..."

 

Auszug 1 aus "Zusammenfassung der ersten Ergebnisse der Heidelberger Studie"

 

Dr. Jan Weinhold, Dipl.-Psych., seit 2002 im Sonderforschungsbereich »Ritualdynamik« und im Institut für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg tätig. Forschungsschwerpunkte: Ritualdynamik und Wirksamkeit von Systemaufstellungen, Psychotherapieforschung, Suchtprävention, Rituale in Organisationen. Praktische Tätigkeit in den Bereichen systemische Therapie/Beratung, Coaching und Supervision.

 


Erste empirische Studie 2004/2005 | Peter Schlötter

Dissertation „Empirische Studie zur Semantik in Systemischen Aufstellungen“

 

Das Phänomen der Familienaufstellung kann bis heute nicht restlos erklärt werden, jedoch konnte Peter Schlötter in seiner Dissertation (Universität Witten/Herdecke, 2005) mit einer groß angelegten Untersuchung (2800 Einzelversuche) empirisch nachweisen, dass bestimmte repräsentierende Wahrnehmungen überindividuell reproduzierbar sind, dass also unterschiedlichste Personen (Stellvertreter) tendenziell gleiche Wahrnehmungen in Systemaufstellungen äußern.

Peter Schlötter: Vertraute Sprache und ihre Entdeckung – Systemaufstellungen sind kein Zufallsprodukt – der empirische Nachweis. Carl-Auer Verlag; 3. Auflage, 1. Juni 2016, ISBN 3-8497-9002-9.

 



Weitere wissenschaftliche Wirksamkeitsuntersuchungen & Veröfentlichungen:

Wirksamkeit von Systemaufstellungen: Explorative Ergebnisse der Heidelberger RCT-Studie

J. Weinhold, C. Hunger, A. Bornhäuser, J. Schweitzer: Wirksamkeit von Systemaufstellungen: Explorative Ergebnisse der Heidelberger RCT-Studie. Familiendynamik, Klett-Cotta Verlag, J.G. Cotta´sche Verlagsbuchhandlung Nachfolger GmbH (2013), Jahrgang 38, Heft 1, Seiten 42–51.

Veröffentlichung: "Wirksamkeit von Systemaufstellungen: Explorative Ergebnisse der Heidelberger RCT-Studie"

 

Dreierlei Wirksamkeit: Forschung über Systemaufstellungen

Jan Weinhold, Annette Bornhäuser, Christina Hunger und Jochen Schweitzer: Dreierlei Wirksamkeit: Forschung über Systemaufstellungen. Carl-Auer Verlag, Heidelberg, 12. September 2014, ISBN 3-8497-0047-X.

 

Mid- and long-term effects of family constellation seminars in a general population sample: 8- and 12-month follow-up

C. Hunger, J. Weinhold, A. Bornhäuser, L. Link, J. Schweitzer: Mid- and long-term effects of family constellation seminars in a general population sample: 8- and 12-month follow-up. Fam. Process. 2015 June 54(2):344–358. doi:10.1111/famp.12102 Epub 2014 Sep 29.